Nahaufnahme einer Schulter mit Wassertropfen auf der Haut

Darm und Haut: So stehen sie in Verbindung

26. September 2023Theres EisenreichLesezeit: 4 Minuten

Unser Darm ist die Steuerung unserer Gesundheit. In ihm wohnen unzählige Bakterien, die als sogenanntes Mikrobiom (Darmflora) in einer friedlichen Symbiose mit uns leben. Die guten Darmbakterien sorgen dafür, dass es uns gut geht und wir uns wohlfühlen. Somit ist der Darm eng mit der Gesundheit des gesamten Körpers – folglich auch mit der Haut – verbunden. 

Verschiedene Faktoren können sich jedoch negativ auf das Mikrobiom auswirken. Dies sind zum Beispiel Medikamente, hoher Zucker- und Alkoholkonsum, chronischer Stress und Bewegungsmangel. Das kann eine gestörte Darmflora (Dysbiose) zur Folge haben und sich durch zahlreiche Symptome äußern – auch in Bezug auf die Haut. Das Hautbild kann fettig und unrein werden. Akne, Ekzeme, Hautausschläge oder sogar Schuppenflechte (Psoriasis) und Neurodermitis können sich entwickeln.

Im Folgenden erfährst du, wie du die Haut beeinflussen kannst, denn gesunde Haut erreichst du durch gesunde Ernährung, ausreichenden Schlaf und Darmsanierung. 
 

Die Bedeutung der Darmflora für die Hautgesundheit

Eine Frau bildet eine Raute mit ihren Händen, die auf ihrem Bauch legen

In einer gestörten Darmflora befinden sich – im Verhältnis zu den guten Bakterien und natürlich vorkommenden Pilzen – mehr krankmachende Bakterien. 

Je nachdem, wie lange und ausgeprägt dieses Ungleichgewicht bereits besteht, können sich Symptome zeigen, die von Durchfall und Blähungen bis hin zu Energiemangel reichen. Die Dysbiose schwächt darüber hinaus unser Immunsystem.  Wir werden infektanfälliger. Der Darm kann in diesem krankhaften Zustand seine Abwehr- und Schutzfunktion nicht mehr vernünftig ausüben, Erreger gelangen ungehindert in den Organismus und begünstigen u. a. Entzündungen der Haut. 

Zudem kann man bei einer gestörten Darmflora auch schon Symptome an der Haut erkennen, die sich als Hautprobleme äußern. Da die Haut die äußere Schutzhülle des Körpers ist, spiegelt sich sozusagen der Zustand des Darms als innere Schutzhülle auf der Haut wider. Aus diesem Grund können wir unserer Haut ansehen, wenn es mal zu viel Zucker oder Weißmehl gab, der Stress zu viel wird oder der Körper sich im Schlafdefizit befindet. All das wirkt sich negativ auf den Darm und somit auch auf unsere Haut aus.
 

Fettige Haut: Wenn der Darm die Ursache ist

Ab der Pubertät bis Mitte zwanzig haben die Talgdrüsen in der Haut ihre volle Reife erreicht. Dies kann – gesteuert durch die Hormone Testosteron und Östrogen –  eine vermehrte Talgproduktion und somit fettige Haut und Pickel mit sich bringen. 
So weit, so gut und normal. 

Gerät dieser Umstand jedoch aus dem Ruder und fettige Haut und Pickel regulieren sich nicht von selbst, kann die Ursache der Hautprobleme im Darm liegen. Womöglich gibt es ein Ungleichgewicht der Bakterien oder die Darmschleimhaut ist nicht voll funktionsfähig, weswegen die Regulationsmechanismen gestört sind und fettige Haut begünstigt wird. Da hier – wie gelernt – nicht nur die Hautgesundheit ihren Ursprung hat, sondern ein gesunder Darm auch die Produktion von Hormonen beeinflusst, sollte der Darm unterstützt und seine Gesundheit gefördert werden.

Akne und dein Darm: Was du wissen solltest

Bild von einer Frau mit Akne, die durch Störungen im Darm entstehen kann

Ganz ähnliche Ursachen kann die Akne haben, denn ein gestörter Darm und Akne hängen häufig zusammen: Hier liegt meist ein “Hormon-Durcheinander” gepaart mit einer Dysbiose vor. Wie wir wissen, bedingt das eine oft das andere. Auch Allergene, die mit der Nahrung aufgenommen werden, können den Darm zusätzlich stressen. Hier sind vor allem sämtliche Milch- und Weizenprodukte zu nennen. Sie fördern Entzündungen im Darm und auf der Haut, schüren entzündliche Talgdrüsen und fördern das Akne-Hautbild. Wenn du diese Allergene sowie industriellen Zucker eine Zeit lang weglässt, kann sich der Darm wieder regulieren, seinen Aufgaben besser nachgehen und Entzündungen werden heruntergefahren. Schließlich wirst du eine erste Besserung deines Hautbildes feststellen.

Gesunde Ernährung für gesunde Haut

Wenn du festgestellt hast, dass der Darm die Ursache für deine Akne, fettige Haut oder andere Hautprobleme ist, ist es zum einen wichtig, dass du für einige Zeit Nahrungsmittel weglässt, die deine guten Bakterien und die Darmschleimhaut schädigen können, wie zum Beispiel Weißmehl, Zucker und Alkohol.
Zum anderen sollte jetzt “gutes Futter” für deine Bakterien auf dem Speiseplan stehen: lösliche Ballaststoffe oder auch Präbiotika genannt. Diese können durch die menschlichen Verdauungsenzyme nicht verstoffwechselt werden und gelangen daher unverdaut in den Dickdarm, wo sie ein Festschmaus für unsere Bakterien sind. Sie fördern nicht nur das Wachstum der guten Bakterien, sondern verdrängen auch gleichzeitig die schlechten Bakterien sowie schädliche Erreger im Darm. Beim Abbau der löslichen Ballaststoffe entstehen wiederum Abbauprodukte, die die Darmschleimhaut stärken. 
 

Darmsanierung gegen unreine Haut

Eine fettige, unreine Haut sowie die meisten Hauterkrankungen können durch Darmsanierung verbessert werden. Hierbei werden die guten Darmbakterien gestärkt, ein heilendes Milieu für die Darmschleimhaut geschaffen und die Entgiftungskapazität des Darms wieder hochgefahren. 

Insgesamt wirkt sich eine intakte Darmflora positiv auf den gesamten Organismus und infolgedessen auch auf die Haut aus. Somit kann mit einer Darmsanierung fettige Haut, die als Ursache einen gestörten Darm hat, aber auch andere Hautprobleme wie Akne oder Hautentzündungen, die durch den Darm bedingt sind, gelindert werden.

Für die Darmsanierung sind neben gesunder Ernährung folgende Maßnahmen wichtig:

Bild von einer Person und drei gestapelten Holzklötzen, als Sinnbild für Schritte der Darmsanierung
  • Probiotika: Dies sind lebende, probiotische Bakterienkulturen. Am besten nimmt man hiervon eine Vielzahl, wie wir es auch vom Mikrobiom kennen. Unser Pro EM san kombiniert deshalb gleich 31 Milchsäure- und Bifidobakterienstämme und dazu 24 fermentierte Kräuter und Pflanzen.
  • Lösliche Ballaststoffe (Präbiotika): Diese gelangen unverdaut in den Dickdarm, wo sie ein Festschmaus für die guten Bakterien sind und zu ihrer gesunden Vermehrung beitragen. Dabei entstehen gleichzeitig Abbauprodukte, die wiederum die Darmschleimhaut stärken. Ein doppelter Gewinn! Pro Präbioma enthält gleich vier lösliche Ballaststoffe – optimal kombiniert und sehr gut verträglich.
  • Nährstoffe für die Darmschleimhaut: Hier sind vor allem die natürlichen Schleimhautbestandteile L-Glutamin und Lecithin sowie die B-Vitamine und ausgewählte Pflanzenextrakte zu nennen. Eine ideal abgestimmte Kombination enthält unser Produkt Pro Mucosa.
  • Bitterstoffe: Diese bringen deine Verdauungssäfte in Schwung. Pro Intest kombiniert direkt 13 traditionell wertvolle Naturkräuter mit einem hohen Anteil an Bitterstoffen.
     

Quellen

  • Bischoff, S. C. Probiotika, Präbiotika und Synbiotika. (Georg Thieme Verlag, 2009).
  • Bustamante, M. et al. Probiotics and prebiotics potential for the care of skin, female urogenital tract, and respiratory tract. Folia Microbiol. (Praha) 65, 245–264 (2020). DOI: 10.1007/s12223-019-00759-3

FUNDIERTES WISSEN FÜR DEINE GESUNDHEIT

LESEN, HÖREN, VERSTEHEN
Person legt beide Hände auf den nackten Bauch
Produktkategorie
Probiotika
Nahaufnahme eines Bauchs mit Bauchnabel
Anwendungsbereich
Darm & Verdauung
#14 Mikrobiom - unsere Gäste im Darm
Podcast
#14 Mikrobiom - unsere Gäste im Darm